Textversion
Kirchengemeinde Wir über uns Termine Gottesdienste Gruppen & Kreise Kinder & Jugend Kindertagesstätte Arche Noah Jugendkirche NYC ElfvorElf Gottesdienst Dekanat Windsbach
Startseite Kirchengemeinde Außenorte

Kirchengemeinde


Kirche St. Nikolai Löhehaus Kindertagesstätte Arche Noah Diakoniestation Friedhof Außenorte

in der Bibel nachschlagen Kontakt Impressum Sitemap

Aussenorte



St. Laurentius, Wernsbach

Ein erster sicherer Hinweis dieser Kirche findet sich 1548 im Salbuch des Landalmosenamtes. Das heute noch im Kern erhaltene Rundbogenportal der Kirche, das im spätromanischen Stil gehalten ist, weist allerdings auf eine Errichtung weit vor ihrer Ersterwähnung hin (12. Jh.). Gemeinhin wird angenommen, dass der Burggraf Konrad II., der Fromme von Nürnberg dem 1295 gegründeten Chorherrenstift St. Nikolaus Spalt zusammen mit St. Georg Bertholdsdorf, der Pfarrkirche St. Vitus Veitsaurach auch diese Kirche als Gründungsgut übergab, obwohl sie in der Schenkungsurkunde nicht explizit erwähnt wird.

Wenn auch nicht zweifellos gesagt werden kann, dass das Chorherrenstift schon mit dieser Schenkung zum Eigentümer der Kirche geworden ist, so gilt es als gesichert, dass es dies noch vor der Reformation wurde, da die Untertanen von Wernsbach ihren Zehnten dorthin entrichten mussten und als Gegenleistung von der Pfarrei Bertholdsdorf bzw. Veitsaurach geistlich betreut wurden. Mit der Einführung der Reformation im Ansbacher Markgrafentum im Jahr 1528, wurde auch Wernsbach evangelisch-lutherisch, obgleich das Chorherrenstift weiterhin Eigentümer der Kirche blieb. Dies hatte zur Folge, dass in der Kirche weiterhin auch katholische Gottesdienste abgehalten wurden. Damit hatte sie den zu dieser Zeit seltenen Status einer Simultankirche. Das Recht des Chorherrenstiftes erlosch am 10. September 1807, als es im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde. Erst ab 1810 wurde St. Laurentius im vollen Rechtssinne Filiale der Nikolaigemeinde Neuendettelsau.

Am 16. Juli 1724 wurde die Inneneinrichtung der Kirche durch einen Brand weitestgehend zerstört. Erhalten geblieben ist das Chorturm-Unterteil mit Sakramentsnische, Piscina und Gewölbe (14./15. Jahrhundert) und die spätromanischen Rundbogenfenster und das Rundbogenportal. 1743 erhielt die Kirche, die ursprünglich drei Glocken hatte, zwei neue Glocken. 1862 wurde unter Pfarrer Wilhelm Löhe die Kirchhofmauer mit Tor und Treppe repariert. 1963 wurde unter Pfarrer Werner Beltinger der offene Treppenaufgang zur Empore überdacht sowie im Innenraum eine Holzdecke eingezogen und die Eingangstüre zur Sakristei durch ein Spitzbogenfenster ersetzt. Zwischen 1969 und 1973 ließ Pfarrer Gerhard Betzner eine neue Orgel und eine Marien- und eine Laurentiusfigur für den Chorraum und zwei weitere Glocken anschaffen.
Kirchweih feiern wir alljährlich am 10. August bzw. am folgenden Sonntag.

Das Gemeindeleben in Wernsbach wird vom eigens gewählten vierköpfigen Kirchenvorstand geleitet.

Natürlich möchten wir Sie auch gerne zu unseren Gottesdiensten einladen.
Die aktuellen Termine finden Sie auf der Willkommen-Seite.

St. Kunigund, Reuth

Ursprünglich waren die Bewohner von Reuth mit den umliegenden Dörfern nach St. Maria Großhaslach gepfarrt. Da der Weg dorthin sehr weit war, beantragte man den Bau eigener Kapellen, in denen Gottesdienste gefeiert werden konnten. Dem wurde für Reuth 1453 stattgegeben. Im selben Jahr wurde die Kirche unter den Patrozinien der Heiligen Kunigunde (Gattin Königs Heinrich II.), der Jungfrau und Gottesmutter Maria und Johannes des Täufers errichtet.

1473 beantragte Reuth mit den umliegenden Dörfern beim 23. Abt vom Kloster Heilsbronn Wegel die gänzliche Lostrennung von der Mutterkirche und die Gründung einer eigenen Pfarrei. Dem gab der Abt auch statt, jedoch mit folgender Auflage: „Der Pfarrer zu Haslach empfängt alljährlich 6 Sra. Korn als Entschädigung von den Ausgeschiedenen und verpflichtet sich dagegen, ferner keine Forderung weder an das Kloster, noch an die Ausgeschiedenen zu machen.“ Auch von Bischof Rudolf II. von Würzburg wurde dies genehmigt, er verfügte aber außerdem: „Das Patronat der neuerrichteten Pfarrei steht dem Kloster Heilsbronn zu. Der von diesem zum Pfarrer ernannte J. Baldrauß wird hiermit bestätigt, aber zugleich verpflichtet, der Mutterkirche Haslach alle Ehre zu erweisen, alljährlich an der Kirchweih, Sonntag vor St. Jakob, mit seinen Parochianen mit Fahnen und Reliquien in Prozession nach Großhaslach zu ziehen, dort dem Meßgottesdienst beizuwohnen.“

Für ca. 70 Jahre war Reuth mit den umliegenden Dörfern eine eigene Pfarrei, zu der auch ein Pfarrgut und ein Mesnerhaus gehörten. Seit 1545 gab es allerdings vor allem aus finanziellen Gründen keinen eigenen Pfarrer in Reuth. St. Kunigund wurde Filiale von St. Michael (Weißenbronn).

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche teilweise zerstört, erst 1663 begann man mit der Wiederherstellung. 1767 wurde der Turm erhöht und das Langhausdach niedriger gelegt, 1795 die Kirchhofmauer abgetragen und erneuert. Im Jahr 1848 wurde auf Anregung Wilhelm Löhes St. Kunigund von Weißenbronn nach Neuendettelsau umgepfarrt.

In den Jahren 2008 und 2009 wurde der Innenraum der Kirche St. Kunigund nahezu vollständig renoviert. Die Wände wurden teilweise frisch verputzt, der Innenraum weiß gekalkt, der Taufstein und der Chorbogen saniert, neue Beleuchtung installiert, das Bildnis des Christopherus und die Apostelkreuze erneuert und der Chorraum neu gefliest. Um die Kirche wurde eine Drainage verlegt, um die Außenmauer künftig besser vor Feuchtigkeit schützen zu können. 2015 wurde der Altaraufsatz renoviert.

Kirchweih wird am 3. Septembersonntag gefeiert.

Das Gemeindeleben wird auch in Reuth vom eigens gewählten vierköpfigen Kirchenvorstand geleitet. Zudem bereichert der 1970 gegründete "Reuther Posaunenchor" zahlreiche Gottesdienste und auch sonstige Feierlichkeiten in der Gemeinde.

Natürlich möchten wir Sie auch gerne zu unseren Gottesdiensten einladen.
Die aktuellen Termine finden Sie auf der Willkommen-Seite.

Posaunenchor

Posaunechor Reuth Pfingsten 2015

Druckbare Version